Zum Inhalt springen

Suche

Mit den Pfeiltasten wählen, mit der Eingabetaste öffnen, mit Escape schließen.

Vertrieb und Kunden

CRM ohne Overhead: eine Pipeline in vier Wochen aufsetzen

Wie ein junges Verkaufsteam mit wenigen Phasen und Pflichtfeldern ein System aufbaut, das tatsächlich gepflegt wird.

  • Lesezeit 4 Minuten
  • Rechtsstand
  • 234
Ein Vertriebsteam organisiert Kundenkontakte in einer übersichtlichen CRM-Pipeline.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn ein CRM nicht angenommen wird, liegt das selten an der Technik. Meist fehlen klare Ziele, es gibt zu viele Phasen und Felder, die Daten sind ungeprüft oder das Team wurde nicht mitgenommen.
  • Starten Sie mit vier bis sechs Phasen, einer verantwortlichen Person und wenigen Pflichtfeldern.
  • Bereinigen Sie die Daten, bevor sie importiert werden. Dubletten und veraltete Kontakte machen jedes System träge.
  • Werbung per E-Mail setzt nach § 7 UWG in der Regel eine vorherige ausdrückliche Einwilligung voraus. Bei Anrufen bei Unternehmen genügt zumindest eine mutmaßliche Einwilligung.
  • Kontrollieren Sie nach einem, nach zwei und nach drei Monaten, ob Kontakte, nächste Schritte und Abschlussgründe eingetragen sind.

Mit einer Frage beginnen

Bevor Sie ein Programm öffnen, formulieren Sie, welche Frage das CRM beantworten soll. Zum Beispiel: Welche Angebote warten auf eine Antwort, und wer ruft wann an? Oder: Woher kommen die Kunden, die abschließen? Eine solche Frage bestimmt, welche Daten Sie brauchen. Alles andere lässt sich später ergänzen.

Die Pipeline: vier bis sechs Phasen

Beispiel einer schlanken Pipeline für Geschäftskunden
PhaseBedeutungWeiter, wenn
ErstkontaktEine Person hat sich gemeldet oder wurde angesprochen.Ein Gespräch ist vereinbart.
Gespräch geführtBedarf und Entscheider sind bekannt.Ein Angebot ist erbeten.
Angebot versendetEin konkretes Angebot liegt beim Kunden.Der Kunde reagiert.
VerhandlungPreis, Umfang oder Bedingungen werden besprochen.Eine Entscheidung fällt.
Abschluss oder AbsageDer Auftrag ist erteilt oder abgelehnt.Der Grund steht im Datensatz.

Passen Sie die Namen an, nicht die Zahl der Phasen. Mehr als sechs Phasen werden selten sauber gepflegt.

Entscheidend sind die Bedingungen für den Wechsel in die nächste Phase. Wer sie nicht festlegt, schiebt Datensätze nach Gefühl. Dann zeigt die Pipeline Hoffnung statt Stand.

Fünf Pflichtfelder genügen

  1. Firma und Ansprechperson.
  2. Herkunft des Kontakts, zum Beispiel Empfehlung, Messe oder Anfrage über die Website.
  3. Phase.
  4. Nächster Schritt mit Datum.
  5. Geschätzter Auftragswert.

Das Feld für den nächsten Schritt mit Datum ist das wichtigste. Es verhindert, dass Kontakte versanden, und es macht aus der Datenbank eine Aufgabenliste.

Daten vor dem Import bereinigen

  • Dubletten zusammenführen, bevor sie im neuen System verteilt werden.
  • Veraltete Kontakte aussortieren oder gesondert markieren.
  • Einheitliche Schreibweise für Firmen und Länder festlegen.
  • Pro Kontakt festhalten, woher die Daten stammen und ob eine Einwilligung zur Ansprache vorliegt.

Rechtliche Leitplanken bei der Ansprache

Das CRM speichert, wen Sie ansprechen. Wie Sie ansprechen dürfen, regelt § 7 UWG. Werbung mit elektronischer Post ist unzumutbar, wenn der Empfänger nicht vorab ausdrücklich eingewilligt hat. Eine Ausnahme gilt für Bestandskunden unter vier Bedingungen: Sie haben die Adresse im Zusammenhang mit einem Verkauf erhalten, nutzen sie für Werbung für eigene ähnliche Produkte, der Kunde hat nicht widersprochen und wurde bei der Erhebung und bei jeder Nutzung auf sein Widerspruchsrecht hingewiesen.

Für Anrufe gegenüber Unternehmen genügt nach § 7 Absatz 2 Nummer 1 UWG zumindest eine mutmaßliche Einwilligung. Ob sie vorliegt, hängt vom Einzelfall ab. Lassen Sie Ihre Ansprache vorab rechtlich prüfen. Verarbeitet ein CRM Anbieter die Daten in Ihrem Auftrag, brauchen Sie außerdem einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

Der Plan für 90 Tage

Was Sie nach 30, 60 und 90 Tagen prüfen
ZeitpunktFrageHandlung bei einem Nein
30 TageStehen alle aktiven Kontakte im System?Zuständigkeit klären, Altbestand nachtragen.
60 TageHat jeder offene Datensatz einen nächsten Schritt mit Datum?Wöchentliche Durchsicht einführen.
90 TageWerden Abschlüsse und Absagen mit Grund festgehalten?Pflichtfeld für den Grund ergänzen.

Kosten für das Team rechnen

Preise je Nutzer wachsen mit dem Team, und die Stufen unterscheiden sich stark. Acht Nutzer kosten je nach Programm und Stufe 56 Euro im Monat bei sieben Euro je Lizenz oder 760 Euro bei 95 Euro je Nutzer. Das sind verschiedene Leistungen, keine Alternativen zum selben Preis. Kostenlose Einstiege helfen, Abläufe zu klären: CentralStationCRM etwa ist bis drei Nutzer und 200 Kontakte kostenlos. Planen Sie aber den Zeitpunkt ein, an dem Sie die Grenze erreichen.

Vom Wissen zur Auswahl

Software zum Thema entdecken

Programme aus diesem Ratgeber. Prüfen Sie im Profil, welche Funktionen und Grenzen zu Ihrem Bedarf passen.

Weitere Programme

Vertrieb und Kunden

Pipedrive

CRM für Vertriebsteams, das Leads und Deals in einer visuellen Pipeline führt.

  • Kein verifizierter Listenpreis in Euro

Das könnte Sie auch interessieren

Auswahlhilfe